Auswandern nach Frankreich

Frankreich ist ein ganz besonderes Land und hat deutlich mehr zu bieten als L´Amour, wein und Käse. In Frankreich gibt es viele schöne Landstriche, in denen es sich gemütlich leben lässt und man seine Rentenjahre verbringen kann. Möchte man im Frankreich arbeiten, empfiehlt sich die Metropole Paris mit über 11 Millionen Einwohner. In Paris befindet sich ungefähr ein Viertel der gesamten Produktionsstätten des Landes. Eine weitere Besonderheit von Frankreich ist, dass es immer noch über einige Kolonien, seine Departements in Übersee verfügt. Die Bekanntesten sind wohl Guadeloupe und Martinique in der Karibik und Französisch-Guayana in Südamerika. Diese Länder gehören ebenfalls zur EU und ihr Zahlungsmittel ist der Euro. Als Deutscher hat man uneingeschränktes Recht in Frankreich zu leben und zu arbeiten, vorausgesetzt man kann seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie selbst beschreiten.

Einwandern:
Da Frankreich ein Mitgliedsland der EU ist, benötigt man für die Einreise einzig einen gültigen Personalausweis oder Reispass. Ein Visum benötigt man nur für die Departements in Übersee. Möchte man allerdings längerfristig in Frankreich leben und arbeiten, empfiehlt sich eine Aufenthaltserlaubnis (Carte de Séjour) zu beantragen. Dies kann bei der Polizeibehörde oder im Rathaus der Stadt, in der man leben möchte, geschehen. Die Aufenthaltsgenehmigung ist nicht mehr verpflichtend, kann aber einige Abläufe bei der Arbeitsaufnahme deutlich erleichtern.

Geld und fremde Währung:
Wie gesagt gibt es in Frankreich ebenfalls den Euro. Der Unterschied zu Deutschland liegt in den verschieden hohen Steuersätzen in Frankreich. Die übliche Mehrwertsteuer beträgt 19,5 %. Bei nicht verarbeiteten Lebensmitteln, Fast Food, Büchern und Renovierungsarbeiten braucht man allerdings nur 5 Prozent zu zahlen. Und auch bei Medikamenten und kulturellen Eintrittskarten liegt der Steuersatz sogar nur bei 2,1 Prozent.

Impfungen und Gesundheit:
Arztkosten sind in Frankreich leider um ein Drittel teurer als in Deutschland und Medikamente sogar doppelt so teuer, trotz der niedrigen Mehrwertsteuer. Dies wird allerdings mit den niedrigen Arbeitnehmer-Krankenkasse-Beiträge wieder ausgeglichen.

Rente:
Mit der Arbeitsaufnahme zahlen sie auch automatisch in die französische Arbeitslosenversicherung ein. Nach Ablauf von sechs Monaten haben Sie auch als Zugereister Anspruch auf Arbeitslosengeld in Frankreich.

Lebenserhaltungskosten:
Die Lebenserhaltungskosten sind mit denen in Deutschland vergleichbar. Natürlich ist Paris deutlich teuer als die ländlichen Regionen. Selbst im Vergleich zu deutschen Großstätten ist Paris noch sehr teuer, besonders die Mieten sind exorbitant hoch. Weiterhin ist zu beachten, dass das Autofahren in Frankreich ein sehr teurer Spaß ist. Die gebührenpflichtigen Autobahnen sind neben denen in Norwegen, die teuersten der Welt. Den deutschen eigenen PKW kann man zollfrei in Frankreich einführen, aber spätestens nach sechs Monaten muss er umgemeldet werden und benötigt eine französische Kfz-Versicherung. In Frankreich gibt es keine Kfz-Steuer.